Die nationalen Verbände, besonders der DHV für Deutschland sowie der OeAeC für Österreich, haben leider über weite Bereiche die Interessen der HG/PG-Flieger aus den Augen verloren.

Die enge Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Verbänden hat zu übertriebener Regelungsdichte, Bürokratisierung und übermäßiger Kommerzialisierung der Fliegerei mit HG/PG in Österreich und Deutschland geführt.

Die nationalen Verbände bedienen sich für die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten auch der Internetseiten von EHPU und FAI.

Flugschulen und Händler verfolgen kommerzielle Interessen und haben deshalb auch handfeste Gründe, sich in zeitintensiver "Verbandsarbeit" zu engagieren. Sie üben über die Gremien der Verbände entsprechenden Einfluss aus, was dazu führt, dass deren Interessen von den Verbänden eher vertreten werden können als die des normalen Fliegers.

Obwohl die Verbände rein formal "gemeinnützig" sind, haben sie zudem ein wirtschaftliches Eigeninteresse: Sie sichern den Lebensunterhalt ihrer Funktionäre und Beschäftigten. Das gilt auch für die FAI und die EHPU.

Die "Freiheit des Fliegens" ist zu einem strapazierten Schlagwort verkommen, die Verrechtlichung führte zu einer unüberschaubaren und widersprüchlichen Regelungsdichte, die in weiten Bereichen keine wirkliche rechtliche Grundlage hat und hat letztlich zu einer unverantwortlichen Rechtsunsicherheit geführt.

Unter diesen von den Verbänden geschaffenen Umständen verwundert es nicht, dass zum Beispiel die angeblich der Sicherheit dienende Verlängerung von Lizenzen über viele Jahre nicht nur von der Flugschule Salzburg des Helmut Sobek, sondern für die meisten österreichischen Flugschulen und einiger Fluglehrer, zum Chashinstrument verkommen konnte. Details dazu unter Checkflug.

Durch jahrelange Arbeit konnte die Abschaffung des in der gehandhabten Form unsinnigen Überprüfungsfluges und die Scheinverlängerung erreicht werden. Der DHV verbreitete nach Abschaffung des Checkfluges er selbst hätte an dieser Abschaffung gearbeitet. Das ist unwahr. Wie aus diesem DHV-Papier auf Seite 2 hervorgeht, arbeitete er an der Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für die Einführung des Checkfluges in Deutschland und nicht an dessen Abschaffung.

Da dieser "Checkflug" nur die Spitze eines Eisberges an Unsinnigkeiten war (es ging dabei auch um längst abgelaufene Lizenzen die dann gegen etwas mehr Geld verlängert worden sind), werden hier einige weitere Regelungen aufgezeigt, die nicht nur zu einer für die betroffenen Piloten unhaltbaren Rechtsunsicherheit führen.

Einige "Regeln" entbehren jeder Rechtsgrundlage und dienen nur der Wichtigmacherei und gegenseitiger Steigbügelhalterei der Verbände oder dazu, den Flieger in eine Flugschule zu bewegen, an eine Flugschule oder an den Verband zu binden. Es wurden sogar Fantasieregeln erfunden um sich ein kleines Nebeneinkommen zu verschaffen.

Die Verbände vernachlässigen als Vollzugsbehörden 1. Instanz ihre Aufsichtspflicht über die an ihre Weisungen gebundenen Flugschulen und sind somit für diese Abzocke mit verantwortlich!

Zusätzlich verletzen sie in ihrer Funktion als gemeinnützige Verbände ihre Pflicht die Interessen aller ihrer Mitglieder gleichmäßig zu vertreten und nicht überwiegend jene der Händler und Flugschulen.

Bemerkenswert ist, dass sich der DHV nach eigener Aussage seit 25 Jahren um Anerkennung unserer Lizenzen in Italien bemüht, was ihm aber seit Jahrzehnten nicht gelungen ist. Vielmehr verbreitet er die völlig falsche Information, dass unsere Lizenzen mit dem Besitz der IPPI-Card nicht nur in Italien sondern sogar weltweit Gültigkeit erlangen würden. Dass der DHV selbst weiß, das diese IPPI-Card keine Rechtsgrundlage hat ist unter "IPPI-Card" ausführlich beschrieben. Trotzdem verkauft der DHV diese Card.

Neben den nationalen Verbänden gibt es auch die internationale FAI und die Europäische Hänge- und Paragleiter Union (EHPU) und alle zusammen haben nicht erreicht, dass unsere Lizenzen im gesamten Ausland Gültigkeit besitzen, was zu Regressforderungen von Versicherungen führen kann. Details dazu unter "Lizenz nicht weltweit gültig".

Die EHPU verbreitet auf ihrer Webseite ebenfalls den rechtlich nicht gedeckten Unsinn mit der IPPI-Card.
Zitat:
The differences between national regulations are no obstacle for hang gliding and paragliding because there are guest rules which allow pilots to fly in other countries with the equipment they are allowed to fly at home, if they are IPPI card holders.

Besonders bedenklich daran ist, dass der Geschäftsführer des DHV, Klaus Tänzler, auch Generalsekretär der EHPU war und somit in beiden Verbänden für die durch diese Verbände verbreitete Falschinformation der Flieger verantwortlich zu machen ist.

Viele nationale Verbände haben es zwar geschafft, dass uns zwingend der Erwerb einer Lizenz vorgeschrieben wird, die internationale Anerkennung dieser Lizenzen erschöpft sich in der Verbreitung von rechtlich nicht haltbaren Halbwahrheiten.

Abgesehen davon, sollten Verbände daran arbeiten, für ihre Mitglieder die Ausübung ihres Hobbys so einfach wie möglich zu gestalten und versuchen mögliche Erschwernisse und Hindernisse zu beseitigen.

Derzeit entsteht nicht nur beim Österr. Aeroclub der Eindruck, dass überwiegend daran gearbeitet wird, die Piloten auf alle nur erdenkliche Weise in Flugschulen oder einen Checkbetrieb zu bewegen um die Piloten damit auch an die von diesen Flugschulen geführten Handelsbetriebe und Checkbetriebe zu binden. Ein Beispiel wurde hier im DHV-Forum bereits angesprochen.

Es werden von den Verbänden völlig unrichtig oft rechtliche Zwänge und ähnliche Dinge vorgeschoben um eine Sinnlosregel zu begründen.

Diese Politik der DHV-Führung, insbesonders die des Klaus Tänzler, ist legendär. Sie wird bereits im Rücktrittsschreiben des Knut v. Hentig aus dem Jahr 1999 deutlich angesprochen.

Über die Menüleiste (links) oder über die Startseite können die Themen aufgerufen werden, zu denen unsere Verbände eine völlig verfehlte Politik betreiben und auf lange Sicht der gesamten Entwicklung der Fliegerei großer Schaden zugefügt wird.

Hier einige weitere Beispiele:

Die Geländezulassungen und Zulassungen von Schulungsgeländen werden von einigen Flugschulen dazu missbraucht um sich unliebsame Konkurrenz anderer Flugschulen und sogar private Tandemflieger vom Leib zu halten.

Dadurch ist kein wirklich freier Wettbewerb unter den Flugschulen möglich, was letztlich zu wesentlichen Nachteilen für nicht auf "Verbandslinie" befindlichen Flugschulen und aller diesen Sport ausübenden Piloten führt.

Tandempiloten werden von "Geländehaltern" und Flugschulen mit rechtlich unhaltbaren Argumenten in vielen Fluggebieten behindert, ihre Tandemberechtigung auch tatsächlich zu nutzen und in manchen Fällen von willfährigen Seilbahnbetrieben (rechtlich nicht haltbar) willkürlich von der Beförderung ausgeschlossen.

In diesem von den Verbänden zu verantwortenden Klima verwundert es auch nicht, dass die Piloten nicht nur in Österreich und Deutschland, sondern in vielen europäischen Fluggebieten (Beispiel Slowenien und Italien) für die Benutzung von Startplätzen übermäßig zur Kasse gebeten werden, was mit den tatsächlichen Kosten für die Erhaltung oder die Pacht von Landeplätzen in den meisten Fällen nicht mehr erklärt werden kann.

In manchen Fluggebieten werden überhöhte Start- oder Landegebühren eingehoben, die gleich an der Kasse der Seilbahn bei Lösung des Bahntickets (für einen Verein oder eine Flugschule einkassiert) werden. Wer diese Gebühr nicht bezahlt (und dafür kann es sehr wohl Gründe geben) wird von der Bahn nicht befördert, was zumindest in Österreich rechtlich nicht haltbar ist.

Die Interessen der Hobby- und Freizeitpiloten, die aber nach Anzahl den Großteil der Flieger stellen, werden von den Verbänden am wenigsten berücksichtigt.

Anfänger werden von den Verbänden mit großem Aufwand und zum Vorteil der Händler und Flugschulen (als potentielle Kunden) angeworben um mit dem Fliegen zu beginnen, dann werden sie, besonders wenn sie Hobbypiloten bleiben, alleine gelassen.

Die bis zur Aufnahme der Interessenten als völlig ungefährlich dargestellte Fliegerei wird aus kommerziellen Gründen aber dann als wahnsinnig gefährlich dargestellt und für jeden Flugberg, natürlich aus Sicherheitsgründen, eine verpflichtende Geländeeinweisung gegen Gebühr angestrebt, oder für ein einfacheres Inkasso der Startgebühr missbraucht.

Die Arbeit, ein verpflichtendes "Sicherheitstraining" gesetzlich vorzuschreiben ist durch Lobbying, unterstützt von den Verbänden, auf dem besten Weg gesetzlich verankert zu werden.

Ziel ist der unmündige Pilot, dem vorgegaukelt wird duch mehrmaligen Besuch seiner Flugschule könnte Sicherheit gekauft werden.

Diese Seiten versuchen durch Information der Fliegergemeinde, der von den Verbänden und den kommerziellen Interessen der Flugschulen und Händler geprägten falschen Information entgegen zu wirken.

W.K.